Die Albrecht Jung GmbH & Co. KG – ein Unternehmen auf dem digitalen Vormarsch. Denn seit mehr als hundert Jahren lebt das familiengeführte Unternehmen, welches modernste Gebäudesystemtechnik entwickelt, den Grundsatz: “Fortschritt als Tradition”. So wird in den Werken nicht nur seit vielen Jahren nach Lean Prinzipien gearbeitet, sondern auch schon seit 2014 ein Fokus auf das Thema Industrie 4.0 gelegt. Dass Forschung und Innovation wichtige Bestandteile der Unternehmens­politik sind, wird nicht zuletzt dadurch bewiesen, dass das rund 1.300 Mitarbeiter starke Unternehmen wiederholt Innovationspreise erhalten hat. 

Wir haben mit dem Leiter der Fertigung – Mario Schäfer – gesprochen. Er verrät uns in diesem Interview nicht nur, welche Meilensteine die Prozessoptimierung und -modernisierung bei der Albrecht Jung GmbH & Co. KG ausgemacht haben, sondern auch, wie man mit dem Einsatz von Vote2Work® deutlich mehr Flexibilität zur Abdeckung von Produktionsspitzen gewinnen konnte.

V2W: Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Albrecht Jung GmbH & Co. KG?

MSch: Für uns von der Albrecht Jung GmbH & Co. KG spielt die Digitalisierung eine große Rolle. In den letzten 15 Jahren haben wir das Thema Lean für uns umgesetzt. Die Produktionsabläufe verschwendungsarm in gewohnter Qualität in Fluß zu bekommen, stand dabei im Mittelpunkt. In den letzten Jahren ist dann das Thema Industrie 4.0 in unseren Fokus gerückt. Dabei haben wir uns verschiedene Schwerpunkte vorgenommen. So haben wir beispielsweise begonnen Leichtbauroboter für einzelne Prozesse einzusetzen. Diese unterstützen unsere Mitarbeiter nun bei besonders präzisen und immer wiederkehrenden Aufgaben. 

Der digitale Arbeitsplatz ist ein weiteres Fokusthema gewesen. Wo früher viele Anweisungen und Informationen in Papierform nötig waren, stehen den Mitarbeitern heute große Touchpads mit programmierten Oberflächen zur Verfügung, welche die Informationen nicht nur schneller und einfacher darstellen, sondern vor allem auch tagesaktuell. Das vereinfacht die Arbeit und macht sie fehlerfreier.

Ein zusätzlicher Punkt war die Flexibilisierung der Arbeitseinsätze, um bedarfsgerecht produzieren zu können. Zu den bereits vorhandenen Betriebsvereinbarungen zu Arbeitszeitmodellen, haben wir einen Studentenpool aufgebaut, um weitere Produktionsspitzen abdecken zu können. 

Gerade der flexible Einsatz der Studenten führte mit dem Wachsen dieses Mitarbeiterpools allerdings zu einem großen Organisationsaufwand, wodurch das manuelle Koordinieren der Einsätze keine Option mehr war. 

Mario Schäfer _ Albrecht Jung

“Für uns war Vote2Work® dann der richtige Hammer zum richtigen Zeitpunkt, um den Nagel in die Wand zu hauen. Diese Lösung passt zu unseren Bedürfnissen.”

V2W: Wie sind Sie auf Vote2Work® aufmerksam geworden?

MSch: Um neue Impulse mit unserer Lean Arbeitsweise zu setzen, haben wir häufiger im Raum Süddeutschland an Vorträgen und Workshops teilgenommen. Dort hatten wir auch Vertreter des Fraunhofer Instituts angetroffen, welche gerade an einem Projekt namens KapaflexCy – woraus später Vote2Work® entstand – arbeiteten. Damals steckte das Thema noch in den Kinderschuhen. Wir fanden die Idee der Flexibilisierung und Digitalisierung von Einsatzplänen jedoch schon damals spannend und sind von da an im Austausch geblieben. So konnten wir bei der Entwicklung der Anwendung mitwirken und Wünsche einbringen. Als die Koordination unseres anwachsenden Studentenpools dann immer aufwendiger wurde, beschlossen wir Vote2Work® bei der Albrecht Jung GmbH & Co. KG einzuführen.

V2W: Wie hat die Arbeitnehmervertretung auf den Vorschlag Vote2Work® einzuführen reagiert?

Msch: Unser Betriebsrat ist damit einverstanden, dass wir Vote2Work® für die Koordination des Studentenpools einsetzen. Jedoch unter der Maßgabe, dass wir die Applikation ausschließlich in der Basic-Variante nutzen und nicht mit unserem Personalsystem koppeln. 

Für unsere feste Belegschaft haben wir eine fixe gut funktionierende Schichteinteilung, weshalb dort bisher noch kein Bedarf für den Einsatz von Vote2Work® besteht.

V2W: Wie wurde das System von den Mitarbeitern angenommen?

MSch: Die Studenten fanden Vote2Work® von Anfang an super und nutzen es sehr gern. 

“Welche studentische Aushilfskraft kann ihre Schichten schon voll flexibel selbst bestimmen? Bei uns ist das dank Vote2Work® möglich. Einsätze nach Wunsch, durch einen simplen digitalen Knopfdruck. Das macht uns als Arbeitgeber für diese Zielgruppe attraktiv.” 

Probleme unsere Stellen im Studentenpool zu besetzen haben wir nicht. Ganz im Gegenteil. Wir haben den Pool nicht nur stetig ausbauen können, sondern auch bereits einige Studenten in eine Festanstellung im Produktionsbereich übernommen. 

V2W: Würden Sie die Verwendung von Vote2Work® auch anderen Industrieunternehmen empfehlen?

MSch: Ja das würden wir und das tun wir auch. Wir haben als Best Practise Case im Bereich Industrie 4.0 häufiger andere Unternehmen zu Gast, welchen wir unsere Produktion zeigen. Dabei stelle ich auch Vote2Work® gern vor und lasse unsere Gäste selbst testen, wie einfach das System funktioniert. Denn für uns ist es wirklich ein schönes Instrument zum Thema Industrie 4.0. Es spart enorm viel Zeit ein und bietet eine hohe Zuverlässigkeit.

Wir können auch nur empfehlen, die Einführung von Vote2Work® innerhalb der Studentenpools zu beginnen. Diese Zielgruppe ist sehr offen und angstbefreit, wenn es um den Umgang mit digitalen Lösungen geht.