So gelingen Ihnen die 90 effektivsten Minuten, die Sie je hatten

So gelingen Ihnen die 90 effektivsten Minuten, die Sie je hatten

Sicher kennen Sie das: Sie arbeiten den ganzen Tag, werden von Tausenden von Dingen beeinflusst und sind zum Feierabend total k.o. Nur haben Sie leider mal wieder nicht so viel geschafft, wie Sie eigentlich wollten. 

Schuld sind häufig unzählige Ablenkungen: das Telefon, das ständig klingelt, ungelesene Mails, die ins Postfach flattern und auf dem Bildschirm aufblinken, Kollegen, die im Vorbeihuschen noch schnell etwas zurufen oder nur mal eben eine Frage haben. Und dann blinkt auch noch das Handy auf und das nicht nur einmal. Der Großteil der Deutschen schaut pro Tag zwischen 11 bis über 50* mal auf das Handy. 

Wie soll man sich da also wirklich konzentrieren? Ach ja, Multitasking, das war ja die Antwort auf alles. Einfach weiter tippen, während der Kollege einen anspricht. Zwei Dinge auf einmal schaffen: zuhören und schreiben, telefonieren und lesen. Ein Trugschluss, wie man schon länger weiß. Denn Multitasking funktioniert nicht. Am Ende braucht man länger, als würde man eine Aufgabe nach der anderen machen und ist auch noch deutlich gestresster. 

Was ist also dann die Lösung? Die kognitive Neurowissenschaftlerin Sahar Yousef hat eine Methode entwickelt, wie man es schafft, konzentriert zu arbeiten und dabei wirklich etwas erledigt zu bekommen. 

Effektive Artbeitsmethoden zum konzentrierten Arbeiten - 90 Minuten Fokus Sprint, Foto Jaelynn Castillo

Foto: Jaelynn Castillo

Der 90 Minute Focus Sprint**

90 Minuten konzentriert zu arbeiten, klingt erst einmal nicht schwer. Aber wie wir eben schon festgestellt haben, macht man das im Prinzip nie, da die Ablenkungen einfach zu groß sind. Es lohnt sich also die Methode von Sahar Yousef auszuprobieren. 

Und so geht der 90 Minute Focus Sprint: 

  1. Sie tragen sich ein Meeting mit sich selbst ein. 90 Minuten in einer stillen Umgebung.
  2. Sie nehmen sich ein Ziel vor und zerlegen es in kleinere Einzelziele. Was genau wollen Sie schaffen und welche Teilschritte sind dazu nötig? Beides verschriftlichen Sie. Dafür haben Sie 10 Minuten Zeit. 
  3. Schalten Sie alle Programme aus, die Sie jetzt nicht brauchen, inklusive Ihrem E-Mail-Programm. Schalten Sie Ihr Handy auf Flugmodus und vergewissern Sie sich, dass nun wirklich alle möglichen Störfaktoren beiseite geräumt sind. 
  4. Stellen Sie sich einen Timer auf 80 Minuten oder legen Sie sich eine Uhr parat, so dass Sie einen Überblick über die verbleibende Zeit haben.
  5. Und los! Arbeiten Sie an ihrer vorgenommenen Aufgabe und bleiben Sie dran, auch wenn Sie sich gern ablenken würden. 

Für den einen oder die andere mag das leichter klingen, als es nachher in der Durchführung ist. Dranbleiben lohnt sich aber. Denn versprochen: Sie gehen mit einem richtig gutem Gefühl aus dem Fokus Sprint. 

Sie konnten sich mal wieder nur auf eine Sache konzentrieren, was Ihrem Geist enorm gut getan haben dürfte und noch viel besser: Sie haben wirklich etwas geschafft. Ein Punkt weniger auf der langen To-do-Liste. 

Umso häufiger Sie Fokus Sprints einlegen, umso leichter wird es Ihnen fallen, sich direkt zu konzentrieren und die Außenwelt für 90 Minuten draußen zu lassen.

Diese Methode lässt sich übrigens nicht nur im Büro einsetzen: auch zu Hause kann ein Fokus Sprint helfen. Wenn Papierkram zu erledigen, Schreiben aufzusetzen, die Steuer zu machen oder etwas Aufwändiges zu organisieren ist. Oder falls Sie während der Corona-Zeit im Home-Office arbeiten müssen.

Leseempfehlung: noch mehr Effektivitäts-Tipps gibt es beim Business Insider.

Quellen: *Tägliche Nutzungshäufigkeit von Smartphone, Statista |** 90 Minutes Focus Sprint von Sahar Yousef wurde auf der Adobe U99 Konferenz 2019 vorgetragen und gibt es auch  als Teil einer Slideshow  | Titelfoto: Stefan Cosma

Digitalisierung – Die Bremser sind die Unternehmen

Digitalisierung – Die Bremser sind die Unternehmen

Viele deutsche Unternehmen hängen bei der Digitalisierung hinterher, das zeigt eine aktuelle Studie* von Bitkom. Ein häufiges Argument, welches wir in diesem Zusammenhang und der Digitalisierung von Personalprozessen sowie Flexibilisierung von Arbeitszeiten häufig hören ist, dass die Mitarbeiter nicht soweit seien oder auch die neuen Technologien nicht wollen würden.

Doch dieses Argument ist eher eine Ausrede als eine Tatsache, wie eine Bertelsmann Studie** zeigt. Laut dieser sind 65% der Erwerbstätigen den digitalen Technologien gegenüber aufgeschlossen. Jedoch fehlen in den Unternehmen Möglichkeiten zu mobilen und flexiblen Arbeitsweisen.

Es sind eher die Führungskräfte, welche sich schwer tun Verantwortung abzugeben, Unternehmen, die nötige neue Technologien nicht einführen und Betriebsräte, die vor der Überforderung durch vergrößerte Entscheidungsspielräume schützen wollen. 

Doch dieser Schutz ist gar nicht notwendig.

96% wünschen sich mehr Mitbestimmung und Flexibität

Laut Bitkom-Studie wünschen sich 96% aller befragten Arbeitnehmer zum Stichwort “New Work” vor allem, ihre Arbeitszeiten frei einteilen zu können. Einer der Gründe (82% gaben dies an) ist die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.***

Durch Corona sind derzeit viele Unternehmen dazu gezwungen genau das anzubieten. Desk Worker werden reihenweise zum Arbeiten nach Hause versetzt. Raus aus der jahrelangen 9-to-5-Job-Routine und Anwesenheitspflicht, rein ins Homeoffice und in virtuelle Meetings.

Das funktioniert. Und zwar so gut, dass die Meisten nicht mehr darauf verzichten wollen. “Rund 68% der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die dies bei ihrer Tätigkeit grundsätzlich für möglich halten, wünschen sich nach der Coronakrise mehr Homeoffice als zuvor, so die Ergebnisse einer Befragung durch das Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation bidt****.

Die Arbeitnehmer wollen, die Unternehmen müssen nur die Voraussetzungen erschaffen

Es stellt sich also nicht mehr länger die Frage, ob Mitarbeiter das können und, ob man ihnen vertrauen kann, ihrem Job auch flexibel unkontrolliert vom Homeoffice aus gerecht zu werden.

Wenn die Desk Worker solch großen Schritt – zugegeben gezwungenermaßen – schaffen, dann sollten die Blue-Collar-Unternehmen es doch auch schaffen. Natürlich ist Homeoffice für produzierende Betriebe deutlich seltener eine Option, doch mehr Mitbestimmung hinsichtlich der Schicht- bzw. Einsatzplanung ist durchaus möglich und sogar sehr einfach umzusetzen

Alles, was Unternehmen tun müssen, ist die technischen Lösungen dafür einzuführen, den Mitarbeitern die nötigen Fähigkeiten zuzutrauen und sie im Umstellungsprozess zu begleiten.

Denn keine Frage, ein solcher Change braucht eine qualifizierte Begleitung und findet nicht von allein statt. Workshops, Schulungen und Info-Paper sind wichtig und werden von Anbietern wie Vote2Work bei einer Systemeinführung auch gestellt. So gelingt es, dass sich die Mitarbeiter bei der Digitalisierung des Schichtplanungsprozesses nicht allein gelassen fühlen, was für gewöhnlich das größte Problem***** im Rahmen von Neuerungen ist.

Mit der Zeit und etwas Übung wird eine digitalisierte Einsatzplanung, welche auf Mitbestimmung setzt, zum vollen Erfolg. Schichtplanern erleichtert sie die Arbeit enorm, Mitarbeiter sind zufrieden, weil ihre Wünsche stärker denn je berücksichtigt werden und das Unternehmen profitiert nicht nur von motivierten Arbeitnehmern, sondern auch durch schnellere Abstimmungsprozesse. Das bestätigte uns unter anderem auch Jana Wenderoth von der Wikus Sägenfabrik im Interview, wo Vote2Work® seit 2019 eine digitale Schichtplanung ermöglicht.


Quellen: *Bitkom Studie zum aktuellen Stand der Digitalisierung deutscher Unternehmen |**Bertelsmann Studie “Wie digital sind die Unternehmen in Deutschland” |*** Was*Arbeitnehmer mit New Work und Arbeit 4.0 verbinden |****Digitalisierung durch Corona? Verbreitung und Akzeptanz von Homeoffice in Deutschland Studie vom Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation bidt | *****Capital.de über den Galupp Studie Gallup Engagement Index | Titelbild: Stanislav Kondratiev

Interview mit Jana Wenderoth: Warum die WIKUS Sägenfabrik nicht mehr auf Vote2Work® verzichten möchte

Interview mit Jana Wenderoth: Warum die WIKUS Sägenfabrik nicht mehr auf Vote2Work® verzichten möchte

Die WIKUS Sägenfabrik ist der Weltmarktführer beim Sägen von Metall und Europas größter Sägebandhersteller. Weltweit arbeiten 750 Mitarbeiter für das 1958 im hessischen Spangenberg gegründete Familienunternehmen. Seit 2018 wird bei WIKUS im 5-Schicht-System gefertigt. Um diese Schichten optimal zu planen setzt das Unternehmen seit dem Frühjahr 2019 Vote2Work® ein.

Wir haben mit Jana Wenderoth (JW) gesprochen, die die Projektleitung für die Einführung von Vote2Work® (V2W) bei WIKUS übernommen hat. Die Personalerin ist im Unternehmen auch für die Mitarbeiterbetreuung, Entgeltabrechnung, Zeitwirtschaft und das Gesundheitsmanagement tätig und kennt sich somit bestens mit den personalseitigen Herausforderungen in Mehrschichtbetrieben aus. Wir wollten von ihr wissen, wieso sich WIKUS für Vote2Work® entschieden hat und wie es die Einsatzplanung in der Sägenfabrik verändert hat.

V2W: Wie sind Sie auf Vote2Work® aufmerksam geworden?

JW: Bereits vor vielen Jahren hatten unsere Personalleiterin und unser technischer Leiter von Vote2Work® in den Medien gehört. Sie haben sich schon damals mit dem Tool beschäftigt. Aufgrund unserer damaligen Personalplanung passte es für uns jedoch noch nicht.

Als wir dann 2018 das Vollkonti-System (5-Schicht-System) eingeführt haben, war klar, dass wir für unsere Schichtplanung eine digitale Unterstützung brauchen und da war Vote2Work® direkt die erste Wahl. Die Anwendung bietet genau das, was wir brauchen.

V2W: Wieso hat sich bei WIKUS das Schichtsystem geändert?

JW: Die Auftragslage war sehr gut und wurde immer besser. Um dieser gerecht zu werden, haben wir uns mit neuen Maschinen ausgestattet und auch die Prozesse optimiert, so dass eine 24/7 Produktion möglich wurde. Um diese auch mit Personal abzudecken, mussten wir in ein 5-Schicht-System wechseln.

V2W: Was hat sich durch die Einsatzplanung im 5-Schicht-System geändert?

JW: Unsere Schichtplanung sah nur 31,5 Stunden Einsätze je Woche vor. Unsere Mitarbeiter haben jedoch eine wöchentliche Arbeitszeit von 36 Stunden. Die Differenz wird mit Einbringungsschichten ausgeglichen, die jedoch für die Teamleiter aufgrund der verschiedenen gesetzlichen Vorgaben nur sehr schwer zu planen waren. Die Komplexität ist mit dem Wechsel von einem 3- bis 4-Schichtmodell zu einem 5-Schichtmodell enorm gestiegen. Deshalb waren wir froh, mit Vote2Work® die passende digitale Lösung gefunden zu haben.

V2W: Wie hat die Arbeitnehmervertretung auf den Vorschlag Vote2Work® einzuführen reagiert?

JW: Wir haben keinen Betriebsrat, dafür jedoch eine Mitarbeiterkommission. Diese war von Projektbeginn mit an Board. Ehrlich gesagt, stieß unser Vorschlag am Anfang nicht auf große Begeisterung. Es herrschte Skepsis der neuen Anwendung gegenüber. Umso mehr die Kommission jedoch Einblick in die Funktionen des Tools bekam, auch dank der Vorführungen durch Vote2Work, baute sich die Skepsis ab, so dass die Einführung schlussendlich für eine gute Idee befunden wurde.

V2W: Wie lang hat die Einführung von Vote2Work® bei WIKUS gedauert?

JW: Das ging ziemlich schnell. Vom Erstgespräch bis zur Bereitstellung für alle Mitarbeiter und den Schulungen ist ungefähr ein knappes halbes Jahr vergangen. Dann war die App auch schon flächendeckend im Einsatz.

Vote2Work Interview mit Wikus Jana Wenderoth

“Wir empfehlen Vote2Work® gern weiter. Und sind immer wieder froh, wenn wir beispielsweise in Austauschrunden mit anderen Unternehmen oder Seminaren über die Komplexität einer 5-Schichtplanung sprechen, dass wir für uns eine richtig gute Lösung gefunden haben und keine umständlichen Workarounds nutzen müssen.” 

Jana Wenderoth

V2W: Was sagen die Mitarbeiter zum Einsatz von Vote2Work®?

JW: Am Anfang waren die Mitarbeiter sehr kritisch. Nicht alle sind gleichermaßen darin geübt, mit neuen mobilen Technologien umzugehen. So mussten wir viele Mitarbeiter erst einmal an das neue Tool heranführen. Mithilfe von Schulungen, den bereitgestellten Unterlagen von Vote2Work und auch den geschulten Teamsprechern konnten wir jedoch alle abholen.

Es hat ein paar Wochen gedauert, bis sich auch wirklich alle daran gewöhnt hatten von nun an regelmäßig ins System zu schauen und darüber Schichtvorschläge anzunehmen, abzulehnen oder auch Blocker und Wünsche einzustellen.

Doch mittlerweile stehen unsere Mitarbeiter Vote2Work® positiv gegenüber. Sie genießen die Vorteile der Partizipation und Mitbestimmung. Da sie nun Blocker und Angebote proaktiv einstellen können und diese auch von den Teamleitern berücksichtigt werden, ist die Planung der Freizeit und Familienzeiten deutlich einfacher geworden. Zudem ist auch die Mitarbeiterauslastung gleichmäßiger geworden.

V2W: Welche Funktionen schätzen Sie als Personalabteilung besonders an Vote2Work®?

JW: Was uns und auch den Teamleiterin von Anfang an besonders gut an Vote2Work® gefallen hat, ist die automatische Rückmeldung der Mitarbeiter auf angefragte Einsätze. Das Nachhalten von verschickten Anfragen ist damit deutlich leichter geworden.

Ein weiterer großer Gewinn ist die Vereinfachung der Schichtplanung insgesamt. Gerade hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben.

Darüber hinaus können wir als Personalabteilung auch genau sehen, ob die Einsatzplanung fair abläuft. Wir sehen, ob unsere Mitarbeiter von ihren Teamleitern genug Angebote bekommen. Die Planung ist so noch arbeitnehmerfreundlicher und gerechter geworden.

Arbeit 4.0: Warum spielen jetzt alle Lego?

Arbeit 4.0: Warum spielen jetzt alle Lego?

Vielleicht haben Sie es schon im Konferenzraum nebenan gesehen oder Ihr Chef hat Ihnen davon erzählt: Erwachsene spielen Lego. Und das nicht zu Hause zum Spaß oder mit den Kindern, sondern auf der Arbeit, während eines Workshops. 

Was das soll und wie Lego die Arbeit der Zukunft gestalten kann? Wir verraten es Ihnen. 

Der Fachausdruck für das bunte Gewusel heißt “Lego Serious Play”, kurz LSP.

Ein LSP-Workshop findet moderiert statt. Dabei gibt der Moderator das jeweilige Thema sowie die Anforderungen vor, anhand derer ein einzelner Workshop-Teilnehmer oder Teams Lego-Modelle bauen. 

Doch bei den Zielbildern geht es weniger um Raketen, Burgen oder Bauernhöfe, wie sie Kinder häufig mit Lego bauen.  Die Themen in einem Lego-Serious-Play-Workshop beziehen sich auf die Arbeitswelt. Nicht selten werden Teamworkshops durch diese Methode aufgelockert.

Wird die Frage “Wie sehen Sie ihr Team?” in einem normalen Workshop gestellt, so ist es oft zunächst ruhig. Einzelne mögen sich melden und zu Wort kommen, viele werden jedoch schweigen. Beim LSP kann sich keiner mit seiner Meinung verstecken, denn hier ist jeder gefragt mit anzupacken. 

Was ist das Lego Serious Play

Während man beispielsweise im Team mit Lego baut und sich zusammen überlegt, wie man am besten darstellt, was man empfindet und wie das Team funktioniert, entfaltet sich nicht nur die Kreativität. Das Team ist fokussiert, nicht abgelenkt und regt das aktive Nachdenken durch die Arbeit mit den Händen an. Keine Chance noch zwischendurch auf das Handy zu schauen oder sich still zu verhalten und mit der eigenen Meinung zu verstecken. 

Doch Lego wird nicht nur für Teamworkshops verwendet, auch Geschäftsstrategien und -modelle können mit Lego visualisiert werden. 

Was auch immer die Aufgabenstellung ist: am Ende werden die entstandenen Lego-Skulpturen besprochen. So werden auch die Kommunikation und der Austausch untereinander aktiv gefördert. 

Beim kreativen und spontanen Lego Bauen sind die Voraussetzungen für alle die gleichen, was Scham und Zurückhaltung reduziert. So kann jeder auch größere Ideen versinnbildlichen und sich mitteilen. 

Wenn Sie das nächste mal also eine Gruppe Erwachsener um einen Haufen Lego-Bausteine stehen sehen und Sie sich nicht in einem Kinderzimmer befinden, dann wird sehr wahrscheinlich gerade ein Lego-Serious-Play-Workshop durchgeführt, bei dem spannende Ideen in kreativen Gebilden dargestellt werden.

Glückliche und gesunde Mitarbeiter durch selbstbestimmte Einsatzplanung

Glückliche und gesunde Mitarbeiter durch selbstbestimmte Einsatzplanung

Jedem Unternehmen sollte daran gelegen sein, glückliche und gesunde Mitarbeiter zu haben, denn diese fallen nicht nur seltener aus und bleiben dem Unternehmen langfristig als loyale Mitarbeiter erhalten, glückliche und gesunde Mitarbeiter leisten auch bessere Arbeit. 

Arbeitsbedingungen, die sich auf die Mitarbeitermotivation, gerade im Schichtdienst, auswirken, gibt es viele. Vier der wichtigsten Punkte sind:

  1. Faire Bezahlung
  2. Richtige Teamzusammenstellung
  3. Faire Aufgabenverteilungen
  4. Klare und transparente Kommunikation

Was Sie dabei im Detail beachten sollten, damit Ihre Mitarbeiter auch wirklich glücklich sind, haben wir bereits in einem früheren Artikel zusammengefasst.

Heute wollen wir auf die positive Auswirkung fairer und selbstbestimmter Verteilung von Arbeitseinsätzen sowie der Arbeitsbelastung eingehen. Denn diese spielt vor allem für die Gesundheit eine große Rolle. 

Geringe Entscheidungsspielräume wirken sich auf die psychische Gesundheit aus

“Psychische Erkrankungen waren mit 43 Prozent im Jahr 2017 die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühverrentung und verursachten 107 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage.”* Es gibt zahlreiche arbeitsbezogene Faktoren, die positiv mit der psychischen Gesundheit zusammenhängen. Zwei der wichtigsten: Handlungs- und Entscheidungsspielraum. 

Gerade das Gefühl, selbst entscheiden zu können und so sowohl Kontrolle als auch Vorhersehbarkeit im Job zu erlangen, steigern laut dem Monitor “Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt”* das psychische Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitarbeiter messbar. 

Auch in einer groß angelegten Befragung der IG Metall mit über 680.000 Teilnehmern aus rund 7.000 Betrieben wurde deutlich, dass das Thema mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für die meisten Beschäftigten wichtig ist. “Flexible und finanziell abgesicherte Regelungen zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie beziehungsweise Arbeit und Pflege sowie zeitlich selbstbestimmtes Arbeiten”* wurden von den Befragten immer wieder ins Spiel gebracht.

Auch das Weißbuch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales*** bekräftigt, dass viele Arbeitnehmer mit der Planung ihrer Arbeitszeiten unzufrieden sind. Da die regelmäßigen und fremdbestimmten Arbeitszeiten nicht zu ihrem Leben passen und so häufig Komplikationen verursachen, wenn es darum geht, Kinder rechtzeitig aus der Kita abzuholen oder auch Angehörige zu betreuen, Weiterbildungsmaßnahmen wahrzunehmen oder die Freizeit zu gestalten. 

Glückliche und gesunde Mitarbeiter durch selbstbestimmte Einsatzplanung

“Nach einer Befragung im Auftrag des BMAS wünschen sich 37 Prozent der Beschäftigten, die Lage der Arbeitszeit zu verändern. Bei der großen Mehrheit (89 Prozent) der Befragten, die Änderungswünsche zur Lage der Arbeitszeit äußern, gehen diese mit dem Wunsch nach einer Änderung des Umfangs einher, wobei überwiegend eine Reduktion des tatsächlichen Arbeitszeitumfangs gewünscht wird. Betrachtet man die Gesamtheit der Befragten, wünscht sich ein Drittel, die Lage zusammen mit dem Umfang der Arbeitszeit zu verändern.”***

Es zeigt sich ein umfassendes Bild des allgemeinen Wunsches von Arbeitnehmern, mehr Selbstbestimmung über ihre Arbeitszeiten sowohl im Rahmen des Arbeitsumfanges als auch der Planung zu erlangen. Und dieser oft unerfüllte Wunsch beeinflusst nachweislich die psychische Gesundheit, die sich wiederum auf die Krankheitstage auswirkt. Bei diesen alarmierenden Zahlen sollten Unternehmen aufhorchen und anfangen zu handeln.

Mehr Selbstbestimmung und Flexibilität dank der richtigen Software

Glückliche und gesunde Mitarbeiter durch selbstbestimmte Einsatzplanung

Viele Betriebe verdrängen diese Realität jedoch, weil sie den Aufwand scheuen, den sie hinter flexiblen selbstbestimmten Arbeitszeiten oder gar einer flexiblen Einsatzplanung vermuten. Dabei gibt es Tools, die dabei helfen. Unsere Anwendung Vote2Work® vereinfacht den Prozess für die Planer und bietet den Mitarbeitern ein hohes Maß an Selbstbestimmung. 

Dem Planer werden Mitarbeiter vorgeschlagen, die sowohl die fachlichen Anforderungen erfüllen, als auch im Rahmen einer arbeitszeitgesetzlichen Prüfung in Frage kommen. Diese können durch wenige Klicks digital angefragt werden. 

Die Mitarbeiter erhalten die Schichtanfragen und können diese ebenso durch wenige Klicks annehmen oder ablehnen. Selbstbestimmt und unkompliziert. So haben Mitarbeiter die Möglichkeit, Arbeitseinsätze leichter an ihre privaten Bedürfnisse anzupassen. 

Unternehmen profitieren im Übrigen nicht nur von den deutlich zufriedeneren und gesünderen Mitarbeitern, auch macht es eine solch flexible Einsatzplanung leichter, entsprechend der tatsächlichen aktuellen Anforderungen zu planen. Denn die Praxis zeigt, dass die benötigte Manpower von Tag zu Tag variiert und starre Schichtpläne häufig schnell an ihre Grenzen stoßen.

Schieben Sie das Thema nicht vor sich her, gehen Sie es an. Denn eine selbstbestimmte flexible und kollaborative Einsatzplanung ist ein Win-Win für Mitarbeiter und Unternehmen. 

Quellen: *Monitor Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt, Intitiative neue Qualtität in der Arbeit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin | ** Broschüre Vorsprung durch Mitbestimmung, herausgebracht vom Audi Betriebsrat und der IG Metall, vom EdA-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Europäischen Sozialfonds gefördert | *** Weißbuch Arbeit 4.0 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales